Epidurale Katheter-Behandlung nach Racz

Die epidurale Katheter-Behandlung nach Racz wird bei Spinalkanalstenosen angewendet, sowie bei dem sog. Postnukleotomiesyndrom, das ist der Zustand nach einer bereits stattgehabten Bandscheibenoperation. Hier wird angenommen, dass es zu einer Ausbildung von Vernarbungen im Rückenmarkskanal gekommen ist, die die Schmerzen verursachen.

Ein Katheter wird in den Epiduralraum, wo sich die Verengung befindet und den Schmerz auslöst, angelegt. Nun werden über mehrere Tage schmerzstillende oder gewebeabschwellende Injektionsgemische injiziert. Das bekannteste Verfahren ist die Methode nach Racz, wo an bis zu drei aufeinanderfolgenden Tagen oder mehrfach an einem Tag die Injektionsmischung über den Hiatus Sacralis verabreicht wird.

Durch dieses Verfahren kann eine längere Schmerzminderung hergestellt und eine Operation vermieden werden.

In den USA wird dieses Verfahren sehr häufig auch zur Behandlung von primären Bandscheibenvorfallen angewandt.